150 Jahre Erfolgsgeschichte - Festakt zum Jubiläum
Dass es auch nach 150 Jahren noch gelingt, selbstlose und engagierte Feuerwehrkameradinnen und Kameraden aus der Mitte unserer Stadt zu gewinnen, die 365 Tage im Jahr rund um die Uhr für Ihre Mitmenschen in den Einsatz gehen, sei die eigentliche Erfolgsgeschichte. Dies brachte Bürgermeister Züfle in seiner Rede zum Ausdruck.
Dies stellte er in den Vordergrund und erwähnte aber auch die gute technische Ausstattung der Feuerwehr, die sich im Jubiläumsjahr sehen lassen kann. Ständig ändernde Anforderungen an die Feuerwehr, aber auch die gesellschaftliche Ausgangslage, werden auch in Zukunft das Thema sein, um jederzeit für alle Fälle gewappnet zu sein. Damit die personelle Schlagkraft so bleibt, wandte er sich an den Nachwuchs in der Jugendfeuerwehr und gab der Hoffnung Ausdruck, dass dies beim 175-jährigen Jubiläum so auch noch lobend erwähnt werden kann.
Als sehr wichtig und erfreulich bezeichnete der Bürgermeister die Tatsache, dass immer mehr Firmen als sogenannte „Partner der Feuerwehr“ ihre Mitarbeiter unkompliziert vom Arbeitsplatz zum Einsatz gehen lassen. Auch der Kontakt von der Feuerwehr zur Bevölkerung sei wichtig. Bei allen möglichen Anlässen werde die Bevölkerung über den Brandschutz informiert und die Brandschutzerziehung in Kindergarten und Schulen voran getrieben.
Bürgermeister Züfle bedankte sich bei all denjenigen, die zum Gelingen der Jubiläumsfeierlichkeiten beitragen. Er wünschte, dass die Erinnerungen der Menschen an dieses besondere Jubiläum noch viele Jahre anhalten und damit auch die Organisatoren für ihre Mühen belohnt werden. Damit forderte er die Besucher auf, die Veranstaltungen der Feuerwehr zum Jubiläum am kommenden Sonntag, 15.05.2011 mit der Oldtimerausstellung und der Ausstellungseröffnung im Rathaus, aber auch die Veranstaltungen im großen Festzelt mit dem Kreisfeuerwehrtag und dem großen Festumzug vom 16.-18. September 2011 zu besuchen. Diese Festtage sollen ein einmaliges Ereignis werden, das die Bevölkerung und Feuerwehr dauerhaft noch enger miteinander verbinden soll.
Er dankte dem Festausschuss und der Führungsmannschaft der Feuerwehr um Kommandant Wahl, aber auch seinen Vorgängern für ihr pflichtbewusstes Handeln. Sein Dank galt aber auch dem unverzichtbaren Grundgerüst, den Einsatzkräften, der Einsatzabteilung für ihren ehrenamtlichen Einsatz zum Wohle der Bevölkerung von Weilheim und Umgebung.

„Feuer“
Mit diesem Schrei ging es früher den Bewohnern durch Mark und Bein. Kommandant Wahl eröffnete damit seinen geschichtlichen Vortrag. Er erwähnte daei, dass die Weilheimer Bürger schon lange vor der Gründung der Feuerwehr sich Gedanken über den vorbeugenden Brandschutz und die Bekämpfung gemacht hatten. Schon damals musste der Bürgermeister ausreichendes Löschgerät und Leitern bereit halten. Wie heutzutage musste auch damals schon Geld für den Erhalt und die Verbesserung des Löschwesens ausgegeben werden. Mit der Zunahme der Gerätschaften musste auch die Behausung für die Ausrüstung angepasst werden.
1777 fanden diese beim Neubau des heute historischen Teiles des Rathauses ihren Platz. Chronologisch zeigte er in seinem Bericht auf, wie die Feuerwehrleute früher durch Glockenläuten oder Hornisten und später mit der Weckerlinie und Sirene alarmiert wurden. Heute geschieht dies still mit dem Meldeempfänger, den jeder Feuerwehrangehörige bei sich hat. Oder wie früher das Wasser zuerst getragen, dann gepumpt und schließlich dann 1961 ein Tanklöschfahrzeug beschafft wurde. 1956 wurde es zu eng im Rathaus für die Feuerwehr und sie bezog ihr neues Domizil in der Malistraße. Dieses Gebäude erhielt dann 1975 einen großzügigen Anbau, der mit Weitblick errichtet wurde, so dass die heutigen großen Fahrzeuge untergebracht werden können.
Kommandant Wahl bedankte sich bei seinen Vorgängern für das Weitsichtige handeln. Es gelang damals auch, die DRK-Bereitschaft in diesem Gebäude unter zu bringen, was sich dauerhaft auch als weitsichtige Entscheidung erwiesen hat. Er konnte bei der Aufarbeitung der Geschichte auf die alte Festschrift vom 125–jährigen Jubiläum zurück greifen. Holger Nußbaumer und Margarete List hatten damals die Geschichte der Feuerwehr bis ins Detail aufgearbeitet. Aufgrund von Daten, Aufzeichnungen und Bildern von Ehrenkommandant Fink und Ehrenkommandant Pfauth konnte er die letzten 25 Jahre mit Text und Bildern ergänzen und so eine informative Festschrift präsentieren. Sie kann für 3 € in folgenden Geschäften erworben werden:
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DAS BUCH
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Farbspektrum Weissinger
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Autohaus Höger
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Lesen Schreiben Holl
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Spiel- und Schreibwaren Götz
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Edekamarkt
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Bürgerbüro der Stadtverwaltung
Kommandant Wahl berichtete aber auch von der rasanten Entwicklung bei der Feuerwehr mit der laufenden Beschaffung von Fahrzeugen und Geräten, der immer umfassender werdenden Ausbildungen und dem Einzug der ersten Frau bei der Feuerwehr, Christina Höger. Sie bereitete den Weg für weitere junge Frauen in der Feuerwehr und sie sind heute nicht mehr weg zu denken. Es bleibt zu hoffen, dass es künftig noch mehr Frauen in der Feuerwehr geben wird und die bisher 99 Einsatzkräfte immer wieder Verstärkung bekommen. Nur so funktioniert die Freiwillige Feuerwehr. Der Kommandant bedankte sich bei den Arbeitgebern (viele Firmen schon als Partner der Feuerwehr) für das Verständnis der Einsatzkräfte, wenn sie zum Einsatz ihren Arbeitsplatz verlassen müssen.
Herr Landrat Eininger gratulierte in seinem Grußwort der Stützpunktfeuerwehr Weilheim. Sie habe nicht ohne Grund auch die finanziellen Förderungen bei Beschaffungen durch den Landkreis Esslingen erhalten. Die Freiwillige Feuerwehr Weilheim sei gut ausgerüstet und mache seit 1966 hervorragende Nachwuchsarbeit mit der Jugendfeuerwehr. Er machte deutlich, dass jede Gemeinde gut beraten sei, das Feuerlöschwesen als einzige öffentliche Aufgabe, das im Ehrenamt erbracht wird, nach Kräften zu unterstützen.
Willi Dongus, Geschäftsführer beim Landesfeuerwehrverband, überbrachte mit dem Zitat von Albert Schweizer, „Das Wenige, was du tun kannst, ist viel“, seine Glückwünsche. Er unterstrich damit die kostengünstige „Freiwillige Feuerwehr“ für die Gemeinden. Eine Berufsfeuerwehr wäre nicht bezahlbar. Nur 40 € koste das Feuerlöschwesen den Steuerzahler im Durchschnitt im Land. Viele kleine Zahnräder ergeben die Freiwillige Feuerwehr – jeder an seiner Stelle.
Eigentlich wäre die Freiwillige Feuerwehr Weilheim die perfekte Feuerwehr meinte er scherzhaft, wenn sie noch eine Feuerwehrmusik hätten. Nachdem was er aber bereits während dem Festakt von der Stadtkapelle gehört hatte, war er überzeugt, dass die Freiwillige Feuerwehr mit der Stadtkapelle zusammen auf jeden Fall den 1. Platz erreichen würde.
Der Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzende Bürgermeister Buß aus Plochingen bezeichnete die Freiwillige Feuerwehr Weilheim als wichtigen Baustein in der Sicherheitsarchitektur des Landkreises Esslingen, vor allem hinsichtlich der Struktur am Albtrauf und der nahen Bundesautobahn. Für seine 37 jährige Tätigkeit als oberster Feuerwehrmann in der Stadt Weilheim wurde Bürgermeister a.D. Hermann Bauer von Bürgermeister Buß mit der höchsten Auszeichnung für Zivilisten, der Deutschen Feuerwehrehrenmedaille, ausgezeichnet. Er würdigte das stets gute Vertrauensverhältnis zur Feuerwehrführung und die dabei entstandenen guten Lösungen.
Hermann Bauer war sichtlich überrascht und freute sich über die Ehrung.
Mit einem gemeinsamen Vortrag überbrachten die Kommandanten vom Verwaltungsraum Volker Bertsch und Bernhard Greiner die guten Wünsche und bestätigten die seit vielen Jahren gut funktionierende „interkommunale Zusammenarbeit“.
Joachim Kamin überbrachte stellvertretend die guten Wünsche der 36 Weilheimer
Vereine. Anschließend leitete die Stadtkapelle mit hervorragend abgestimmten Musikstücken gekonnt über zu einem Stehempfang. Abschließend gab es am Sonntag einen feierlichen ökumenischen Gottesdienst in der Peterskirche. Dieser wurde gestaltet von Herrn Pfarrer Ehrensperger und Herrn Pfarrer Schlatter. Der anschließende Ständerling unter den Kastanien rundete das erste Festwochenende gekonnt ab.
Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Weilheim bedanken sich bei der Stadtkapelle für die erstklassige musikalische Begleitung des Festaktes, für die Grußworte der Redner mit den guten Wünschen und bei den Pfarrern Ehrensperger und Schlatter für den gelungenen Festgottesdienst zum Jubiläum.
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